Der OSL Verlag

Offene Szene Literatur

Im Jahre 1999 schlossen sich Schriftstellerinnen und Schriftsteller zu einer literarischen Initiative zusammen, deren Ziel es war, jenseits des etablierten Kulturbetriebs neue Publikumssegmente zu erschliessen. Unter dem programmatischen Namen “Offene Szene Literatur” veranstalteten sie öffentliche Lesungen und Diskusssionen. Um ihnen eine gedruckte Plattform zu bieten, gründete Gisela K. Wolf die Zeitschrift “Offene Szene Literatur”, die allerdings im Jahre 2004 ihr Erscheinen einstellte.maechler_logo_schwarz

Mittlerweile hatte sich aus dem Zeitschriftenverlag OSL auch der gleichnamige Buchverlag entwickelt, der seit 2000 mit seinen Publikationen einen eigenwilligen kulturellen Beitrag leistet und dessen vornehmstes Ziel es ist, neuen literarischen Stimmen Gehör – das heisst natürlich: die Möglichkeit für eigenständige Veröffentlichungen zu verschaffen.

OSL Verlag unter neuer Flagge

Der 2000 in Riehen gegründete Verlag für Literatur und Kunst kann heute zahlreiche Autoren und eine Vielfalt an Veröffentlichungen vorweisen.

Die Gründerin Gisela K. Wolf hat in diesen Jahren mit unermüdlichem Einsatz und grosser Liebe für die Sache grossartige Aufbauarbeit geleistet.

Der OSL-Verlag – der Verlag für eine Offene Szene Literatur – bietet jenseits des etablierten Kulturbetriebs Autorinnen und Autoren eine Plattform, ihre Werke zu veröffentlichen, und verschafft dadurch neuen literarischen Stimmen Gehör.

Nach nunmehr zwei Jahren geschäftlichen Beziehungen zum Verlag Andreas Mächler in Riehen übergibt Frau Wolf den OSL-Verlag in dessen Hände.

Andreas Mächler, Verleger und Antiquar, hat vor einigen Monaten bereits die Auslieferung des OSL-Verlags übernommen und freut sich nun sehr, ab Januar 2012 den Verlag zu übernehmen und im Sinne von Frau Wolf weiterzuführen.

Manuskriptangebote

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Es genügt ein Exposé, allenfalls 1 – 2 Probekapitel, bei Lyrik eine Auswahl der Gedichte. Vollständige Manuskripte bitte nur auf Anfrage einsenden.
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Autorinnen und Autoren des OSL Verlag

  • Anton Schmid
  • Ernst Michael Kistler
  • Freddy Allemann
  • Maryse Bodé
  • Mily Dür
  • femscript - Netzwerk schreibender Frauen
  • Katja Fusek
  • Barbara Gaugler-Straumann
  • Valentin Herzog
  • Diana Haddad
  • Marie-Louise Hieronymus-Schaller
  • August Guido Holstein
  • Christina Hugentobler
  • Hilda Jauslin
  • Eve Joly
  • Ingeborg Kaiser
  • Helen Keller
  • Alice
  • René Regenass
  • Erika Ritz
  • Regine Schafer Mehmann
  • Edith Schweizer-Völker
  • Elfi Thoma
  • Rose-Marie Uhlmann
  • Anne Wanner-JeanRichard
  • Gisela K. Wolf
  • Mareile Wolf
Anton Schmid, geboren 1945, aufgewachsen in Ennetbaden (Schweiz), Gymnasium in der Klosterschule Disentis, Kt. Graubünden, studierte in Luzern und München katholische Theologie. Es folgten erste Seelsorge- Erfahrungen in einer Pfarrei in Olten, danach wechselte er in den Sozialdienst des Kinderheims Bachtelen, Grenchen, wo er 29 Jahre lang als Theologe und Sozialarbeiter wirkte. Er ist verheiratet und wohnt in Bettlach, Kt. Solothurn. Sein Interesse an sozialen Themen führte ihn schon während des Studiums in Zentren für Obdachlose in Zürich und Mailand und danach in eine Arbeitsstelle für Ausländer in der Schweiz. Neben theologischen Fragen gilt sein besonderes Interesse naturwissenschaftlichen Themen; seine Hobbys: Mitarbeit im Rebberg Bachtelen, Fotografieren und Korbflechten. Erste Veröffentlichung: Geh auf, kleiner Stern (OSL-Verlag), eine Symbolgeschichte für alle.

Anton Schmid ist kein Mensch der lauten Töne. Das Schreiben liegt ihm besser als grosse Reden. Bereits in der Primarschule unternahm er erste lyrische Gehversuche. Das Thema, mit dem er sich bereits in der Diplomarbeit (1971) auseinandersetzte und das sich durch alle Texte hindurch zieht, ist die Hoffnung. Sie ist nicht nur das einende Band zwischen seinen Gedichten, sondern verbindet alles, was Menschen im alltäglichen Leben zufällt. Immer ist der Zeitraum nach vorne einladend offen. Ihn zu betreten heisst, der Zuversicht Raum geben, dass Veränderung zum Besseren keine leeren Worte sind.

In den ersten Monaten seines Rentnerlebens beginnt der Autor, einer Leidenschaft aus früheren Jahren nachzugehen und schreibt wieder Gedichte. In diesen Gedichten nimmt er sich das Zeitgeschehen vor und reimt seine Eindrücke aus der täglichen Zeitungslektüre zu Kommentaren, Glossen und Persiflagen. Ernst Michael Kistler hat zwei Jahrzehnte lang als Geschäftsführer der Zürcher Naturschutzorganisation ZVS/BirdLife Zürich gewirkt. In dieser Tätigkeit hatte er regelmässig mit der Politik auf verschiedenen Ebenen zu tun und war dabei u. a. auch journalistisch tätig. Am Dies academicus vom 30. April 2016 hat die Universität Zürich sein Wirken mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet. Kistlers Gedichte kreisen denn auch um Themen wie Wachstum, Natur- und Landschaftszerstörung, Geld und Macht, soziale Entwicklung sowie Allgemeinzustand und Zeitgeist in der Gesellschaft. Der Autor stuft seine Gedichte selber als satirische Gebrauchslyrik ein. Ernst Michael Kistler versteht sein Schreiben als Herausforderung in seinem dritten Lebensabschnitt, sozusagen das kreative Projekt beim Eintritt ins Alter. Er wurde 1945 in Glarus geboren und hat seine Jugend auf dem Land in Reichenburg im Kanton Schwyz verbracht. Nach einer Lehre als Schriftsetzer hat er fast 30 Jahre in der grafischen Branche gearbeitet, um schliesslich seine Passion für den Schutz der Natur zum Beruf zu machen. Heute lebt der Autor zusammen mit seiner Frau im zürcherischen Volketswil, wo er vor dreissig Jahren Mitbegründer einer lokalen Institution für den Natur- und Umweltschutz war, in der er sich noch immer ehrenamtlich für natur- und landschaftsschützerische Anliegen einsetzt.

Eine Gemeinde feiert ihr 825-jähriges Bestehen. eine historische Begebenheit, die der Schriftsteller Freddy Allemann zum Anlass nahm, sich als gebürtiger Welschenrohrer auf seine Kindheit und Jugend zu besinnen. Freddy Allemann, geb. 1957 in Basel, Heimat Welschenrohr. Schauspielerische Tätigkeit in Basel 1980-1990. Publikationen: Gedichte aus dem Strassengraben, Lyrik 1975 Feuerlauf, Lyrik 1991 Hollywood liegt bei Ascona, Roman, 1994 Brandsatz, Roman, 1999 Lyrik übersetzt ins Französische von Monique Laederach, www.culturactif.ch Schweizer Tournee Paul Celan „Erst jenseits der Kastanien liegt die Welt“ Performance mit Ingeborg Poffett und Laurent Charles 2001-2002 Regelmässig literarische Auftritte.

Maryse Bodé, geboren in Luxemburg, lebt seit 1974 mit ihrer Familie als freischaffende Übersetzerin, Schriftstellerin und Kursleiterin für Experimentelles Schreiben im Kanton Nidwalden. Ihre Prosa und Lyrik hat auch ausserhalb ihrer Wahlheimat Innerschweiz einen grossen Leserkreis gefunden. Aus intensiven Dialogen mit Musikern und bildenden Künstlerinnen und Künstlern entstehen immer wieder Text/Klang- oder Text/Bild-Projekte im öffentlichen Raum.

Mily Dür ist in Burgdorf geboren und besuchte die Schule für Gestaltung in Zürich. Seit 1944 lebt sie als Grafikerin, Malerin und Lyrikerin in Zürich. Sie ist Mitglied der SGBK, der Visarte, des AdS, des ZSV sowie des Freien Deutschen Autorenverbandes, der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik, Leipzig, und der Deutschen Haiku-Gesellschaft. Sie verzeichnet zahlreiche Ausstellungen und veröffentlicht seit 1974 Gedichte in Zeitungen, Zeitschriften und Anthologien. Außerdem erschienen von ihr folgende Publikationen: „Lichtreflexe“, Graphikum-Verlag, Göttingen 1983, „Schattenspur“, Adonia-Verlag Zürich, 1988, „In hellen Nächten“, 1991, „die Flügelbäume“, 1994, „Metamorphosen“, 1999 – alle Graphikum-Verlag Göttingen. Sodann die umfangreiche Monographie „Mily Dür – Bilder, Zeichnungen, Lyrik“, Peter Killer, vadoni Wetzikon.

16 Autorinnen publizieren in dieser Anthologie Prosa und Lyrik zum Thema “Tierisches”, es sind Beiträge, die sie gemeinsam am Schreibtisch Basel erarbeitet haben. Die Autorinnen: Beatrice Capaul – Katja Fusek – Barbara Gaugler-Straumann – Johanna Gerber – Frederika Grether – Hilda Jauslin – Eve Joly – Diana Popovic-Haddad – Erika Ritz – Kathrin U. Schaeppi – Regine Schafer Mehmann – Evelyne Stäheli – Anne Vorwerck – Vreni Weber-Thommen – Verena Weideli

Katja Fusek, 1968 in Prag geboren, wurde im Alter von zehn Jahren aus dem dichten Beziehungsnetz ihrer Kindheit herausgerissen und musste sich im Westen – in Basel – mit einer neuen Sprache und einem fremden Schulsystem herumschlagen, mit unvertrauten Menschen und einem ganz anderen Wertesystem zurechtkommen. Die Integration gelang ihr – äusserlich – perfekt: Sie schloss das Gymnasium ab, studierte Deutsch und Französisch, machte ihr Lizenziat, arbeitete als Lehrerin, heiratete und wurde Mutter zweier Töchter. Die Erfahrung des entwurzelten Daseins jedoch prägt ihre schriftstellerische Arbeit und findet immer wieder eine literarisch souveräne Umsetzung, so auch in ihrem Erstlingsroman “Novemberfäden” (Janus Verlag, Basel 2002). Publikationen im OSL-Verlag: “Der Drachenbaum” und “Die stumme Erzählerin”. Ausserdem Texte in Anthologien und Literatur-Zeitschriften. Ihr Einakter “Kurzschluss” wurde 2005 aufgeführt im Miller’s Studio Zürich und im Stadttheater Basel. Auszeichnungen: “Oberrheinischer Rollwagen” 2003, Kurzgeschichten-Wettbewerb, 2. Preis. Solothurner Literaturtage 2003 und Gewinnerin am opennet-Kurzgeschichten-Wettbewerb 2005. Erfolgreiche Lesung an der Buchmesse in Prag im Mai 2007. Der Autor Ernst Halter zu Katja Fuseks Texten: “Katja Fuseks grosse Fähigkeit, aus winzigsten Handlungskernen heraus die Menschen ineinander und miteinander zu verwickeln. Sie ist eben eine grosse “Spinnerin” menschlichen Lebens, und dazu gehören Lauschen und Erfinden.”

In der Lyrik von Barbara Gaugler-Straumann findet sich eine reiche Aussagekraft von Bildern in wundersamer Ausgeglichenheit und Schönheit, manchmal durchbrochen von empfindsamer Nachdenklichkeit, Metaphern einer tief durchlebten Seelenwelt, die auch in ihren Collagen zum Ausdruck kommen. Barbara Gaugler-Straumann verfügt über zwei abgeschlossene Berufsausbildungen mit Diplom: Bibliothekarin (Genf) und Psychologin/Graphologin, Hochschule für angewande Psychologie (Zürich), sowie Zusatzausbildung zur Kinderpsychotherapeutin (Szondi-Institut Zürich). Seit 1968 ist sie selbständig tätig. Als Ausgleich zum analytischen Denken beschäftigt sich Barbara Gaugler-Straumann mit Malen und Ausdruckstanz. Seit 1984 schreibt sie Lyrik.Publikationen: Gedichtbände „Barbarazweige“ 1988 „Vogelflug ins weite Land…und du ziehst mit“ 1990 „Herbst um mein Haus“ 1995 „Atem der Gezeiten – Aliento de las Mareas“ 2000, deutsch/spanisch „Kaleidoskop – Caleidoscopio“, deutsch/spanisch

Geboren 1941 in Erfurt, Studium (Geschichte, Germanistik und Italienisch) in München, Hamburg und Basel, Dissertation über C.F. Meyer. Heute wohnhaft in Riehen bei Basel. Während dreier Jahrzehnte unterrichtete er an einem Basler Gymnasium. Aufbau der Literatur-Initiative ARENA, Tätigkeit als Literaturkritiker, Lektor und Herausgeber sowie Studium der etruskischen Kultur. Publikationen: Zu den Etruskern unterwegs (1986) Bastarde der Wölfin, 1992. Am Ende deckt doch Efeu alles wieder zu (1993). Feldpost oder der napoletanische Kongress über Kriegsverbrecher und Kriegsverbrechen (1994). Nichts von dem, was uns begegnet, haben wir je gesehen (1997). Titbouline (2006). Erzählungen in Periodika und Anthologien.

Diana Haddad Popovic, née à Beyrouth (Liban) en 1937, se trouve confrontée dès la naissance à divers milieux culturels. En 1960, elle acquiert son diplôme en histoire contemporaine. Mère de deux enfants, elle habite en Suisse, depuis 1966. Ecrire est une passion de toujours. Publications: Fin du siècle, du millénaire, poèmes et contemplations 1992 Du soir au matin, nouvelle dans l’anthologie „Einfache Liebe“, Edition Koller-Fanconi 1996 A Simone de Beauvoir, dans l’anthologie Herzschrittmacherin, Edition Zytglogge, 2000 Transit, récit, dans l’anthologie CH-eese, still life publishing 2000 Textes sur thèmes dans la revue Vivre Lausanne Poèmes dans l’anthologie Fremde Heimat / Internationale Kulturbrücke. Weltrundschau Verlag 2003

Kunsthistorikerin, geboren 1943 in Zürich. Studium in Bern: Germanistik(Lizentiat), danach Kunstgeschichte (Doktorat). 1972-78 wissenschaftliche Assistentin am Kunstmuseum Bern. Mitarbeit an den Sammlungskatalogen der Paul Klee-Stiftung. 1978-95 Leiterin der Graphischen Sammlung der Schweizerischen Landesbibliothek. 1995-2005 Leiterin der Graphischen Sammlung der Zentralbibliothek Luzern. Publikationen zur Kunst 18.-20. Jahrhundert. Im Zusammenhang mit der Ausstellungstätigkeit Aufsätze in Katalogen. 1990 Kulturpreis der Burgergemeinde Bern. Seit 2006 in Basel. Heirat. Die früheren Publikationen erschienen unter dem Namen Schaller.

August Guido Holstein (*1935) war nach seinen Studien in Paris, Zürich, Genf und Basel Bezirkslehrer und ist heute als Schriftsteller, Kulturjournalist und als Kulturvermittler in verschiedenen Gremien tätig. Als Mitglied der Museums-Kommission seiner Wohngemeinde Fislisbach/AG fand 2005 eine Ausstellung über sein umfangreiches Werk mit Texten, Fotos, Zeichnungen und Collagen statt. Der vorliegende Gedichtband mit dem Titel “Windspiele” soll an seinen ersten Band “Wind auf Fahrt” (1986 ) erinnern. Beide Bücher wurden von Andreas Holstein, dem Sohn des Autors, illustriert. “Windspiele” ist der vierte Lyrikband von August Guido Holstein, mit ihm nimmt der Autor die früheren Themen wieder auf. Der erste “Wind auf Fahrt”, könnte als den der “Einfachheit” bezeichnet werden, der zweite “Windmessstäbe” (1990) als den des “Existentiellen” und der umfangreiche dritte “Der Berg geht zum Meer” (2001) als den des “Beobachtenden” mit Schwerpunkt Natur. Andreas Holstein (1966 – 2005) arbeitete als freischaffender Künstler in den Bereichen Rauminstallation-Malerei-Zeichnung. Zahlreiche Ausstellung im In-und Ausland. Dozent an der Fachhochschule für Kunsttherapie Nürtingen/D und eigene Praxis für Kunst und Therapie in Zürich.

Christa Hugentobler ist in Thal SG geboren, erlebte dort ihre Kinder- und Jugendzeit und absolvierte 1972-1976 die Lehrerausbildung im Seminar Rorschach. Neben dem Schuldienst versah sie den Organistendienst und leitete den Kirchenchor. Nach ihrer Verheiratung und der Geburt zweier Kinder widmete sie sich mit Interesse dem grossen Garten und dem Umfeld des Öko-Büros ihres Mannes. Das Schreiben, das sie seit ihrer Jugendzeit pflegte, liess sie nicht los, so entstanden aus Beobachtungen Kurzgedichte, die in diesem Buch – nebst stimmungsvollen Farbfotos der Autorin – ihre Offenbarung finden.

Hilda Jauslin, geboren 1932 in Basel, war während einiger Jahre im Buchantiquariat und Verlag Wepf tätig. Nach ihrer Heirat zog sie mit ihrem Mann nach Allschwil bei Basel, wo auch ihre drei Kinder aufwuchsen. Sie arbeitete als Gymnastik- und Pantomime-Lehrerin und während Jahren als Betreuerin im Selbsthilfezentrum „Hinterhuus“. Hilda Jauslin schreibt Lyrik und Prosa, in Hochdeutsch wie in Mundart. Publikationen: 1999-2004: Texte in der Zeitschrift „Offene Szene Literatur“. 2002: Texte in den Heften der „Literaturkurve“ Basel, Ausgaben 1-3. 2002 1. Preis im Wettbewerb „Oberrheinischer Rollwagen“ mit der Kurzgeschichte: „Spaziergang, täglich“. 2002: „Z Baasel a mym Ryy“, Lyrik und Prosa, Verlag OSL (vergriffen). 2003: „Ebbe und Flut“, Reisetexte in der Literaturkurve, zusammen mit Denise Buser, Harald Hetzel, Martin Kamber, Carlo Michel. Verlag Jenny und Gugger 2004: „Basel, d Fasnacht und dr Rhy“, Texte zusammen mit Hummi Lehr, Edith Schweizer-Völker, Gisela K. Wolf. OSL Verlag, Basel. 2010 erschien von Hilda Jauslin das Buch: “Am Ryy” – Baaseldütschi Gidicht und Gschichte. Im Vorwort schreibt Markus Ramseier: “Der Fluss, der seit Jahrtausenden die Gegend prägt, verkörpert im Buch nicht nur sinnbildlich den Strom der Zeit. Er steht auch für das, was sich abhebt vom kurzatmigen Zeitgeist – für Erfahrung und Tiefe.”

Eve Joly, geboren 1945 in Basel, absolvierte das Lehrerseminar. Schon früh begann sie mit künstlerischen Arbeiten – Zeichnung, Malerei, Collage. Später kam das Schreiben hinzu. Beobachtungen, Erinnerungen und die Musik – sie ist Bratschistin – spielen in ihrem Schaffen eine zentrale Rolle. Publikationen von Lyrik und Prosa in Zeitschriften und Buchverlag OSL.

Ingeborg Kaiser, geboren in Neuburg/Donau. Nach dem Abitur und Berufsjahren in Augsburg übersiedelte sie 1960 nach Basel. Ab 1968 Veröffentlichungen von dramatischen Texten, Prosa und Lyrik. 1984/85 Hausautorin am Stadttheater Chur. Kaisers Arbeit wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Internationalen Deutschen Kurzgeschichtenpreis 1984, und dem Schweizer Dramatikerpreis 1984. Förderungen von Fachausschuss für Literatur, BS/BL, PRO HELVETIA und Bundesamt für Kultur, Bern.Veröffentlichungen (Auswahl) Prosa Roza und die Wölfe. Biografische Recherchen zu Rosa Luxemburg Janus e-nova, Basel, 2002 Den Fluss überfliegen. Roman, eFeF-Verlag, Bern, 1998 Mord der Angst. Roman, eFeF-Verlag, Bern, 1996 Regenbogenwahn. Roman, eFeF-Verlag, Bern, 1995Lyrik galgenmut. Rauhreifverlag, Zürich, 2007 zeittasten. orte-Verlag, Zelg-Wolfhalden, 2002 heimliches laster. Episches Gedicht und Lyrik eFeF-Verlag, Bern 1992

Die Autorin schildert in dieser Erzählung eine Kindheit in der Ostschweiz. In ihrer poetischen Sprache, die Adolf Muschg bereits in ihrer Erzählung „Die Flucht“ auszeichnete, gelingt es ihr, die Gerüche, Düfte, Töne und Gesichter einer vergangenen Zeit auferstehen zu lassen. Helen Keller ist in Steinach am Bodensee aufgewachsen und wohnt heute in der Nähe von Basel. Am Radio gab es immer wieder Lesungen aus ihrem Werk, ihren Erzählungen und Ausschnitte aus grösseren Arbeiten, die sie zum Teil unter dem Pseudonym Helen Kerr publiziert hat.

Geboren 1934 in Basel. War Redaktorin bei der Kleinbasler Zeitung „Vogel Gryff“. Schreibt baseldeutsche Geschichten und Gedichte, die unter dem Titel „Sunneredli“ und später im Buch „Wundergugge“ erschienen sind. War längere Zeit Mitglied des „Charivari“-Texter-Teams, verfasste zahlreiche „Fasnachts-Zeedel“ und fasnächtliche Texte für Cliquen-und Privatanlässe. Die Bücher „Källerabstiig“ und „Noonemool Källerabstiig“ beschreiben die Entstehung und die Bedeutung der Cliquen-Keller.

René Regenass, geboren 1935 in Basel. Studium der Germanistik und Geschichte. Verschiedene Berufe, unter anderem Werbetexter, Redaktor. Seit 1979 freier Schriftsteller und Publizist. 1982 bis 1985 Präsident der Schweizer Autoren Gruppe Olten. Mitglied des Verbands der „Autorinnen und Autoren der Schweiz“ und des Deutsch-schweizerischen PEN. Mitglied der Basler Künstlergesellschaft. Publikationen (Auswahl): Aufbruch nach Urbino. Erzählung. Basel 1976 Ein Schlagbaum treibt keine Blätter. Roman. Bern 1976 In aller Stille. Erzählungen. Basel 1977 Damit die Zunge nichts Falsches sagt. Gedichte. Basel 1979 Porträt eines Portiers. Erzählung. Reinbek 1979 Die Kälte des Äquators. Roman. Zürich 1982 Vernissage. Ein Roman aus unserer musealen Zeit, geschrieben mit dem Rücken zum Bild. Zürich 1984 Schattenreise. Roman. Zürich 1986 Scott’s Einsamkeit. Erzählungen. Basel 1989 Fussangel. Roman, Bern 1991 Aufgebrochen. 40 Jura-Geschichten und 30 Objekte. Basel 1995 Der Anmacher. Roman, Basel 1998 Die Schranke. Roman, Basel 2002 Ferner Theaterstücke und Hörspiele Beiträge in Anthologien: Schweiz heute, Ein Lesebuch, Berlin 1976 Ich hab im Traum die Schweiz gesehn, Salzburg/Wien 1980 Neue Rundschau, Frankfurt am Main 1981 Zeitspuren, Zürich 1988 Das grosse Buch der Kindheit, München 1993 Mehrfache Auszeichnung des literarischen Werks, u.a. Preis der Schweizerischen Schillerstiftung, Literaturpreis des Kantons Baselland, Stipendium der Stadt Mannheim als Stadtschreiber, Preis der Welti-Stiftung für das Drama. Übersetzungen ins Französische: Ecrire aujourd’hui en Suisse allemande, Lausanne 1978 und ins Chinesische: Erzählungen aus der Deutschen Schweiz, Hongkong 1999 In Schulen und Seminaren oft Gemeinschaftslektüre: „Das Hochhaus“ aus dem Erzählband „In aller Stille“. Seit einigen Jahren ist René Regenass durch Ausstellungen in Galerien auch als Objekt-Künstler bekannt.

Erika Ritz, geboren 1938 in Basel schaut in ihrem vierten Buch zurück auf ihr Leben als Ehefrau, Mutter und Grossmutter. Ihre früheren Publikationen: Von einem Winter zum andern (1987). Von einem Frühling zum andern (1991). Von einem Sommer zum andern (2000). Texte in Zeitschriften und Anthologien.

Regine Schafer Mehmann , geboren 1940 in Wien, wuchs in einem Moordorf in Norddeutschland auf. Sie lebt seit 1960 in der Schweiz und seit 27 Jahren in Münchenstein bei Basel sowie seit einigen Monaten in Israel. Ihr starker Romanerstling „Geometrie des Wahnsinns“ über das Verschweigen der Shoah (1996) weckte im In- und Ausland Aufsehen; ihr zweites Buch „Himmelstösser Jirimi – oder der alltägliche Schabesmensch“, 2002) ist ein biografischer Roman eines jüdischen Schriftstellers, eines weltfremden Träumers auf der Suche nach dem Glück. Sie ist auch Mitautorin des Taschenbuchs „Jewish Writing in Switzerland“ (Nebraska-University, USA, englisch, deutsch); weitere Erzählungen und Lyrik sind in Anthologien abgedruckt und am Radio gebracht worden, und zwar in der Schweiz, in Österreich, Israel und Deutschland. Die Autorin ist Heilpädagogin und arbeitete als Beobachterin bei den kantonalen und bundes-amtlichen Anhörungen von Asylsuchenden.

Geboren 1939 in Basel ist Kulturjournalistin und aktive Fasnächtlerin. 1995 erschien im MondoVerlag ihr Buch „Schweizer Volksfeste“, 1990 das Buch BUTZIMUMMEL – NARRO – CHLURI, Bräuche in der Regio, im Buchverlag der Basler Zeitung. Mit Zeitungsartikeln, Führungen und Vorträgen über unsere an Kulturschätzen reiche Region mit Elsass und Schwarzwald begeistert sie ein breites Publikum. Dafür wurde sie 1995 mit dem Bumperniggel-Preis des Schweizerischen Bankvereins ausgezeichnet.

Elfi Thoma 1944 in der Südsteiermark geboren und seit Jahren in der Schweiz wohnhaft, ist in Basel in engem Kontakt mit verschiedenen Künstlern tätig, unter anderem als Initiatorin von Kulturevents. In ihren Gedichten, die Erlebtes widerspiegeln, drückt sie tiefe Gefühle und eine beeindruckende Lebensbejahung aus. Ihre Gedichte regten den Basler Künstler Andreas Daniel Vetsch zu Illustrationen des Buches an und den Basler Komponisten Andreas Pflüger zu Vertonungen.

Nach dem Erfolg ihrer beiden Lyrikbände “Netzfang” und “Stichworte” – beide in zweiter Auflage – erschien der Gedichtband “gehen” 2008 in einer Neuauflage bei OSL. 2005 gewann die Autorin mit dem Gedicht “Die Alten” den Berner Lyrikpreis und wurde von der UBS-Kulturstiftung mit einem Beitrag als Ausdruck des Respekts, der Anerkennung und als Zeichen : “unserer Wertschätzung für das aussergewöhnliche lyrische Schaffen …” ausgezeichnet. Sprachliche Verdichtung, das heisst Konzentration auf eine präzise Auswahl und Stellung der Worte innerhalb eines Textes sind das besondere Merkmal ihrer Lyrik wie die Dichterin aus Rapperswil-Jona und Mutter von drei Töchtern selbst empfindet. Mit “gehen” hat sie ein besonderes Thema aufgegriffen und auf unterschiedliche Weise mit einem Schuss Ironie interpretiert.

Anne Wanner-JeanRichard, 1937 in Bern geboren. Schulen in Zürich: Ausbildung zur Primarlehrerin, Kunsthistorikerin (Promotion Universität Zürich) und Textilhistorikerin. Praktische Kenntnisse in textilen Techniken sowie in Textil Restaurierung. Verheiratet, 3 Kinder, 2 Enkelkinder. Mit der Familie weilte sie mehrere Jahre in Kanada und in den USA. Nach ihrer Rückkehr in die Schweiz arbeitete sie während 20 Jahren als Kuratorin im Textilmuseum St. Gallen. Unterrichtstätigkeit. Mitglied der internationalen Museumsorganisationen ICOM (International Council of Museums) und CIETA (Centre Internationale des Textiles Anciens). Nach ihrer Pensionierung baute sie eine Webseite für die CIETA Embroidery Group auf und amtete von 2002 bis 2005 als Präsidentin der SGBK (Schweiz. Gesellschaft Bildender Künstlerinnen, Sektion Basel). In dieser Zeit stellte sie drei Kunstausstellungen zusammen, in Allschwil, Muttenz und Basel (Musikschule Gellert). Publikation zahlreicher Aufsätze und Fachpublikationen über historische Textilien.

Gisela K. Wolf, geboren 1936 in Freiburg i.Br., von Basel und Hauenstein-Ifenthal SO, während Jahren als Redaktorin/Journalistin tätig, lebt als Autorin und Malerin in Riehen bei Basel. Veröffentlichung von Lyrik und Prosa (Erzählungen, ein Roman), mehrere Einzel- & Gruppenausstellungen. www.wolfgiselak.ch Riehener Zeitung Rezension 2014

Mareile Wolff wurde 1925 geboren, lebt in Basel und hat vier Kinder und elf Enkel. Sie war beruflich im sozialpädagogischen Bereich tätig und kam erst spät zum Schreiben und Malen. Ihre Gedichte berühren durch ihre Knappheit, sie lassen Empfindungen und Deutungen offen, assoziieren dadurch eine individuelle Vielfalt von Bildern und Gefühlen, in denen sich Leichtigkeit wie auch Schwere des Seins und Vergehens abwechseln.